Aufwärmübung vor dem Training

Karate ist die Kampfkunst, die weltweit am häufigsten ausgeübt wird. In seiner heutigen Form stammte aus Japan, sein Ursprung liegt allerdings weiter zurück und ist in China zu finden wo die Wurzel in unter anderem im Shaolin Kung Fu liegen. Von dort kam es nach Okinawa und wurde in das dortige Kampfsystem eingegliedert, verändert und verbessert. Gichin Funakoshi brachte es 1921 nach Japan.

Die Techniken des Karate sind hauptsächlich Stöße, Schläge und Tritte.

Diese werden mit Armen, Händen sowie mit Beinen und Füßen ausgeführt und zur Abwehr und zum Angriff eingesetzt. Des Weiteren gibt es Hebel-, Greif-, Wurf- und Fegetechniken.

Durch jahrelanges, intensives Training werden die Techniken perfektioniert und durch stetes Üben verinnerlicht, so dass man mit ihnen eins werden soll.

Die Übungen sollten am Ende unbewusst ausgeführt werden, ohne dass man darüber nachdenkt.

Aber auch die Vervollkommnung des Charakters ist oberstes Ziel eines Karatekas. Es gilt den Charakter zu stärken und sich von allem negativen Gefühlen und Neigungen zu befreien und die positiven Eigenschaften der eigenen Person zu festigen und angemessen zu handeln.

Negative" Gefühle wie Hass, Wut oder Rache usw. sollten nicht aufkommen,

sondern Ehrlichkeit, Höflichkeit, Disziplin, Tradition, Selbstbeherrschung, Anstrengung, Wachsamkeit, Klarheit, Vertrauen und Konzentration sollten im Vordergrund stehen.

 

Karate besteht aus drei Säulen.

 

Kihon: (Grundschule)

Dabei lernt der Schüler alle Karate-Techniken in deren grundlegenden Formen.

Die Techniken werden einzeln oder in Kombination in einfacher Form geübt, um die richtige Ausführung, den richtigen Krafteinsatz, sowie Schnelligkeit, Beweglichkeit zu erlernen

Kumite: (Kampf)

In diesem Bereich werden die erlernten Techniken praktisch am Partner einstudiert, es werden Timing und Distanz geschult und kurz vor dem Ziel abgestoppt.

Es gibt unterschiedlich schwere Ausführungen des Kumite bis hin zum freien Kampf

 Kata: (Form)

Kata stellt einen Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner dar. Es gibt sehr viele dieser Katas, (im Shotokan Karate 26) deren Abläufe genau vorgeschrieben sind und dadurch ein erhebliches Maß an Aufmerksamkeit verlangt.